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Um die Essenz vorwegzunehmen: Ich halte nichts von Trockenfutter und nur sehr bedingt etwas von Dosenfutter. Meiner Erfahrung nach ist eine ausgewogene Ernährung mit frischem Fleisch, fleischigen Knochen, Gemüse, Obst, Leinöl und Quark und noch ein paar Ergänzungen die Grundlage der Hundegesundheit! Diese Ernährung ist preiswert, sehr schmackhaft und abwechslungsreich für den Hund und mit ein wenig Information kinderleicht zuzubereiten.Lassen Sie sich nicht von Ihrem Tierarzt verrückt machen, dass nur Trockenfutter selig macht und roh gefütterte Hunde Würmer bekommen und Mangelerscheinungen. Das stimmt einfach nicht und ist das Ergebnis einer gewaltigen Hirnwäsche durch die Futtermittelindustrie, der es nicht um die Gesundheit der Hunde geht, sondern lediglich um Profit. Sie möchten mehr wissen? Empfehlenswerte Literatur rund um die Ernährung Ihres Hundes finden Sie hier

Und wenn Sie mehr über den Zusammenhang zwischen der gefürchteten Hüftgelenksdysplasie und Ernährung lesen wollen, dann schauen Sie doch mal hier:
http://www.tierzubehoer.de/irrtum.pdf.



Aber wie kam ich, nachdem ich meine Hunde zehn Jahre mit Trockenfutter "ernährte", zu dieser Wandlung?

Bereits vor Jahren stieß ich auf zwei Bücher, die vom Titel her interessant erschienen: „Hilfe, mein Hund ist unerziehbar!“ und „Allergien beim Hund“ von Dr. Vera Biber (Verlag Hartmut Becker bzw. Kosmos). Bei der Lektüre ging mir ein Licht nach dem anderen auf und zahlreiche Hunde kamen mir in den Sinn. Diese Hunde waren hyperaktiv, unkonzentriert, teilweise aggressiv, es war schwer, mit ihnen zu arbeiten. Als ich die Besitzer fragte, welches Futter denn gegeben würde, waren es immer Trockenfuttersorten, die Weizen und Mais enthielten. Schnell war klar, dass diese Hunde auf bestimmte Inhaltsstoffe im Futter mit einer "zentralnervöse Störung" reagierten. Die Hunde, die auf Rohfütterung umgestellt wurden, waren nach kurzer Zeit wesentlich ruhiger, konzentrierter und insgesamt gelassener. Sie schienen erst jetzt so richtig „da“ zu sein, während sie vorher wirkten, als hätten sie „Ameisen im Kopf“. Und nicht nur die Konzentrationsfähigkeit verbesserte sich, sondern die Hunde wurden insgesamt fitter, das  Fell glänzender, sie haarten wesentlich weniger und waren insgesamt fitter.

Natürlich wird nicht jeder Hund von Fertigfutter krank. Ich kenne auch Hunde, die mit Trockenfutter uralt wurde, immer gesund waren und an Altersschwäche starben. Aber es kennt auch fast jeder einen Raucher, der seit 60 Jahren Kette raucht und schon über 80 ist... Das ist die Ausnahme! Eine Tierärztin hat mal gesagt "Fertigfutter ist für Hunde, die robust sind und Fütterungsfehler nicht übel nehmen!". Ich finde, das bringt es auf den Punkt. Nicht von ungefähr sterben, seit so viel Fertigfutter in die Näpfe kommt, weit über 50% der Hunde an Krebs und anderen Zivilisationskrankheiten, die auch uns Menschen treffen, seit wir uns mehr und mehr mit Fertigprodukten sattmachen! Im Übrigen haben auch Erkrankungen des Bewegunsapparates bei den Haustieren explosionsartig zugenommen. Das sollte zu denken geben! Und auch teures Trockenfutter ist nicht automatisch hochwertig. Es ist einfach nur hochpreisig, der Hersteller verdient mehr. Und auch billiges Trockenfutter ist letztlich teuer, denn sie werden den Tierarzt vermutlich wesentlich öfter sehen als mit gesunder Frischnahrung. Wenn Ihr TA ein schönes Sortiment an verschiedenen Trockenfuttern bereithält, dann kann er Ihnen ja auch immer wieder Spezialnahrungen gegen Krankheiten verkaufen, die ihr Hund gar nicht bekommen hätte, wenn Sie ihn gleich vernünftig und gesund gefüttert hätten...

Was bewirken Weizen, Mais und Soja beim Hund?

Diese drei Getreidearten lösen nachweislich die meisten Allergien beim Hund aus. Das zeigt sich oft aber nicht durch körperliche Symptome wie Juckreiz oder stumpfes Fell, sondern es Störungen im zentralen Nervensystem“, die also im Hirn des Hundes Fehlfunktionen auslösen. Hierzu zitiere ich James O’Heare, einen Hunde-Verhaltenstherapeuten, der hervorragende Bücher geschrieben hat („Das Aggressionsverhalten des Hundes“ und „Trennungsangst beim Hund“. Animal Learn Verlag, Titel sind auch über mich zu beziehen):

„Ernährung kann das Verhalten Ihres Hundes wesentlich beeinflussen. Wenn Sie Ihrem Hund minderwertiges Futter geben, ist er wahrscheinlich unzureichend mit Nährstoffen versorgt. Füllstoffe aus Getreide und Fleischabfallprodukte sind schlimm genug, aber manche chemischen Konservierungsstoffe (BHA, BHT und Ethoxyquin), Farbstoffe oder Zusätze, die dazu dienen, das Futter feucht zu halten, können zu Problemen führen. Viele Hunde reagieren auf Futterzusätze negativ, was sich auch in Verhaltensproblemen äußern kann. Bei minderwertigen Futtermitteln wird in vielen Fällen auch sehr viel Mais verwendet, wodurch der Serotoninspiegel im Gehirn sinkt. Häufig liefert der Mais das Eiweiß im Hundefutter. Mais ist allerdings oftmals sehr arm an Tryptophan und kann bei Hunden, die auf Serotoninmangel empfindlich reagieren, bedenklich sein. Für minderwertige Futtermittel werden Materialien verwendet, die bei sehr vielen Hunden nachgewiesenermaßen zu Reizungen, Unverträglichkeiten und Allergien führen. (...) Hunde, die hochwertiges Futter erhalten, sind meistens gesünder. Wenn Ihnen das Futter teuer vorkommt, sollten Sie einen Preisvergleich pro Tag anstellen und nicht pro Packung oder Kilo. Ein hochwertiges und energiereiches Futter, von dem Sie pro Tag weniger füttern müssen, wird Sie letztlich ziemlich das Gleiche kosten wie ein billiges, minderwertiges Futter, von dem Sie täglich deutlich mehr geben müssen.(...)

Die Aufnahme der Aminosäuren Tryptophan (Vorstufe für Serotonin) und Tyrosin (Vorstufe für Noradrenalin und Dopamin) über die Nahrung hat einen deutlichen Effekt auf die Biosynthese und Konzentration von Neurotransmittern – Serotonin, Noradrenalin und Dopamin. Noradrenalin ist für hochgradige Erregungszustände verantwortlich, Dopamin reguliert Reaktivität und Aufmerksamkeit, Serotonin beeinflusst Stimmungen, Erregungszustände und Schmerzempfindlichkeit. Ein Serotoninmangel im Gehirn gilt als Schlüsselfaktor bei der Entstehung von Aggressivität, Impulsivität, asozialem Verhalten, Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität, Angstzuständen und Konditionierungsproblemen. Hunde, bei denen ein Serotoninmangel im Gehirn festgestellt wurde, erwiesen sich als sehr schmerzempfindlich, stark reaktiv und besonders emotional.“

Warum also sollten wir unseren Hunden etwas füttern, was häufig zu Fehlsteuerungen des Gehirns führen kann, wenn es doch Futter gibt, das unseren Hunden gut tut? Außerdem - warum viel eines billigen Futters geben, wenn noch dazu die große Menge den Organismus unseres Hundes, besonders Magen und Darm, sehr belastet? Meiner Erfahrung nach ist eine ganz und gar naturbelassene Fütterung mit Frischfleisch, Gemüse, Kräutern und Kartoffeln etc. das Beste (Reisflocken oder gekochtes Getreide wie Hafer, Hirse etc. kann man geben, muss man aber nicht). Es ist sehr einfach, seinen Hund roh zu füttern, Tipps dazu bekommen Sie bei www.gesundehunde.com oder www.barfers.de. Von mir bekommen Sie Tipps, wo Sie gutes Frischfleisch beziehen können. In meinem Laden bekommen Sie als Zusätze fürs Barfen den Kräuterzusatz "Hokamix", Bierhefepulver und andere sinnvolle Zusätze zum Rohfleisch. Ebenfalls im Sortiment habe ich frisch gepreßtes Leinöl, allerdings meistens nur auf Vorbestellung, weil ich die Bestellung gut plane, damit es immer frisch ist.(Die meisten Leinöle aus Reformhäusern, Bioläden etc. sind viel zu alt und werden nicht mal kühl gelagert!) Meine Hunde bekommen es jeden Tag mit Quark vermischt ins Futter, es tut ihnen sehr gut und kann zu jedem Futter, ob Trocken, Dose oder Frischfleisch gegeben werden. Übrigens ist Leinöl mit Quark auch ein Segen für Menschen, mehr dazu finden Sie unter "Leinöl".


Unter anderem räumt eine Tierärztin mit dem gern von den Futtermittelherstellern und mit ihnen finanziell verbandelten Tierärzten gestreuten Horror-Vorurteil auf, dass roh gefütterte Hunde jede Menge Parasiten, vor allem Salmonellen, im Kot hätten.

Wenn es aber unbedingt Trockenfutter sein soll: nicht nur die Getreidesorten im Trockenfutter sind ausschlaggebend für den Ernährungswert, sondern auch die restlichen Bestandteile, wobei ein gutes Futter an erster Stelle immer Fleisch haben sollte.  Bitte stöbern Sie doch mal z.B. auf der Homepage http://www.healthfood24.com/solid-gold/solid_gold_zutaten.php. Allerdings halte ich extrudiertes Futter, also das, das mit großer Hitze und unter großem Druck zupischen "Pellets" geformt wird, für kritisch, da es mir zu heftig verarbeitet ist und damit der Nährwert zu sehr sinkt. Zur Zeit bekommen meine Hunde als Leckerle das kaltgepreßte Trofu "Real Nature" vom Freßnapf. Meine eigenen Hunde bekommen allerdings nie Trockenfutter, sondern werden gebarft, also mit Rohfleisch, fleischigen Knochen, püriertem Obst und Gemüse sowie ein paar Zusätzen wie Bierhefe, Spirulina, Chlorella, Apfelessig, Leinöl etc. gefüttert.So habe ich die 100%ige Kontrolle darüber, was in den Futternapf meiner Hunde kommt!

Wenn Sie eine umfassende Beratung und ein vernünftiges Sotiment von Fertigfuttern, also Dosen und TroFu, suchen, dann schauen Sie doch einmal im Laden "TierZeit" von Nadja Welle in Bad Tölz vorbei. Dort finden Sie besonders für Allergiker sehr viele getreidefreie Futter und Leckerle, außerdem eine schöne Auswahl an sinnvollem Zubehör. Einiges davon gibt es auch bei mir im Laden, aber der ist ja nur zu den Hundeschulzeiten geöffnet, während Frau Welle täglich offen hat. Eine eigene HP hat sie leider noch nicht, aber ihre Kontaktdaten finden Sie hier.

Trockenfutter ist immer mehr in die Kritik gekommen, völlig zu Recht. Als Lektüre zum Thema empfehle ich "Katzen würden Mäuse kaufen", das Tierfutter-Schwarzbuch von Hans-Ulrich Grimm, der schon mit Bestsellern wie "Die Ernährungslüge" schockierende Fakten zum Thema "Lebensmittel" aufgedeckt hat. Wer das gelesen hat, der wird sich vermutlich noch genauer erkundigen, was er seinem Hund in den Napf tut. Eine interessante Seite zum Thema Trockenfutter ist auch http://www.hundehobby.com/futter/futtert.html.

Warum ist mir als Hundetrainerin die Ernährung der vierbeinigen Kunden so wichtig? Weil die Ernährung die Konzentrationsfähigkeit der Hunde stark beeinflußt. Schlechtes Futter - schlechtes Lernen. Die schlechten Ergebnisse würden in erster Linie auf die Hundeschule zurückfallen; kaum jemand käme auf die Idee, dass es mit der Ernährung des Hundes zu tun haben könnte. Außerdem würde ich nie Futter empfehlen, von dem ich weiß, dass es den Hunden schaden kann, dafür sind mir die Hunde als Persönlichkeitenn viel zu wichtig!

Als Dosenfutter im qualitativ sehr hochwertigen Rahmen empfehle ich "Cleynes" (gibt es auch bei Frau Welle in Bad Tölz) oder "Terra Pura". Sollten Sie eine andere Marke wählen, dann achten Sie bitte darauf, dass wirklich nur Fleisch in den Dosen ist und nicht „mind. 4% Fleisch“ etc und möglichst auch kein Reis oder Nudeln. Wer die Zutatenlisten genau liest, kommt bald hinter so manchen Etikettenschwindel, denn in Deutschland haben wir leider keine sehr strenge Deklarationspflicht bei Tierfutter wie z.B. in den USA.


Also, Augen auf und Gehirn einschalten beim Kauf von Futter! Teuer ist leider nicht automatisch „gut“, auch hier die Inhaltsangaben aufmerksam und kritisch lesen! Es gibt „billig“ und „preiswert“. Ein Futter sollte seinen Preis wert sein, im Interesse Ihres Tieres! Wenn Sie Fragen zur Ernährung haben, dann wenden Sie sich bitte an mich (oder ihren Tierarzt, wenn er schon mal von Verhaltensauffälligkeiten durch Futterunverträglichkeiten gehört hat). Sollte ich mal keine Antwort haben, dann recherchiere ich so lange, bis Sie und ich zufrieden sind! Denn Ihre Hunde sind mir wichtig!

Meine Partnerin und ich leben übrigens vegan, also ohne jegliche tierische Produkte. Falls es Sie interessiert, warum wir das tun, können Sie sich
hier gerne informieren.

 

Ihre Mensch-mit-Hund-Schule

Franziska Feldsieper