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„Das braucht mein Welpe nicht, ich habe Hundeerfahrung“, „Mein Welpe spielt mit den Nachbarshunden, das ist genug“ – solche und ähnliche Ansichten höre ich immer wieder. Und das macht mich traurig, denn mit seinem jungen Hund in eine gut geführte Welpengruppe und -schule zu gehen ist das wichtigste erste Geschenk, das wir unserem kleinen Vierbeiner in seinem Leben machen können. Die Nachbarshunde mögen lieb und nett sein, aber hier lernt der Welpe nicht, mit gleichaltrigen gleichgroßen oder auch kleineren Hunden vorsichtig umzugehen. Hunde, die in keiner umsichtig geführten Welpenschule waren, sind auffällig oft sehr rüpelig und grob mit anderen Hunden, denn sie mussten sich gegen Nachbars Bello meist mit aller Kraft durchsetzen und das hat ja auch funktioniert. Oder sie sind ängstlich im Umgang mit anderen Hunden, einfach aus Mangel an positiven Erfahrungen. Also, ab in die Welpenschule, Ihr Hund wird es Ihnen danken!

Die Welpenschule findet samstags mittags statt, die genaue Uhrzeit erfahren Sie in einem ersten Telefonat. Da ich die Gruppe genau plane ist eine vorherige Anmeldung unbedingt nötig, um sicherzustellen, dass der Hund auch wirklich zu den anderen paßt.


Ich leite die Hundebesitzer an, wie sie diese wichtigste Zeit im Leben eines Hunden nutzen können, um die Bindung zum Hund optimal aufzubauen. Bindung, das heißt: Vertrauen schaffen und Grenzen setzen.

Der Mensch lernt bei mir, wie er seine Körpersprache und seine Stimme so einsetzen kann, dass der Welpe ihn versteht, ihm vertraut und ihn respektiert. Das schlimmste, was ein Welpe erleben kann, ist, dass sein Mensch ihn nicht für voll nimmt, ihn als "süßes Hundebaby" verhätschelt, ihm keine Grenzen setzt und einfach übersieht, dass hier ein Wesen schnell heranwächst, das ohne souveräne, liebevolle, aufmerksame Führung keine Orientierung erhält und nicht wirklich weiß, was nun Ja und was Nein ist. Orientierungslosigkeit, aus menschlicher Sicht "Aufsässigkeit"  und der häufige Satz "der folgt einfach nicht!" sind die Konsequenz, weil der Mensch sich seinem Hund nicht verständlich machen konnte. Die Folge sind oft Gewalt und Druck, was den Hund noch weiter verunsichert und die Bindung des Hundes an den Menschen dann gänzlich zerstört.

Gewaltlose, vertrauensbildende, souveräne Führung, das ist es, was ein Hund wirklich will! Und das lernen Sie bei mir.

Gleich vorweg: Wer wird in meine Welpenschule aufgenommen?

Ausschließlich Welpen von Hundebesitzern, die lernbereit sind und offen für neue Ideen. Die Fragen stellen, viel wissen wollen und sich engagieren am Ziel "Freundlicher, gut erzogener Familienhund"! Hundler, die mit ihrem Vierbeiner ein gutes Team werden und daran tierschutzgerecht arbeiten wollen! Eine möglichst kontinuierliche Teilnahme einmal pro Woche wird vorausgesetzt.

Wen nehme ich nicht auf?

Leute, die eigentlich nur ein paar Spielkameraden für ihren Hund haben wollen, die keine Lust haben, zu lernen und nur kommen "weil man eben mal Welpenschule gemacht haben muss, sagen die Nachbarn".Deren Lieblingssatz ist "Das haben wir immer schon so gemacht, ich hab ja seit 20 Jahren Hunde". Leute, die mal in der Welpenschule vorbeischauen, weil es grad so nett wäre, ein paar Hundekinder spielen zu sehen und man ja eh grad nichts Besseres vor hatte. Für solche Leute ist meine Welpenschule zu schade, da halte ich die Plätze lieber interessierten Hundlern frei.


 - Ab dem Alter von 8 Wochen ist Ihr Hund bei mir willkommen, denn „Welpe“ ist ein Hund nur bis maximal 16/17 Wochen, und die vergehen sehr schnell. Danach ist er ein Junghund und hat in einer Welpengruppe nichts mehr zu suchen. Ausnahme: Der Hund ist sehr klein und/oder schüchtern und fühlt sich in der Welpengruppe wohler als bei den Junghunden. Es kann aber auch vorkommen, dass ein Welpe schon früher zu den Junghunden passt, weil er einfach zu stürmisch ist für die anderen Hundebabys. Auch dort kann er noch lernen, vorsichtiger zu sein, richtet aber keinen Schaden an. 

Spielerisches Kräftemessen

 

- Bei mir ist es nicht nur gestattet, sondern ausdrücklich erwünscht, dass Sie Ihre Familie zur Welpenschule mitnehmen. Ich habe ein echtes Interesse daran zu erfahren, wer alles mit dem Hundekind zu tun hat und wer wie mit ihm umgeht. Kinder sollten allerdings in einem Alter sein, in dem sie verstehen, dass es kein Streichelzoo ist. Kleine Kinder sollten so unter Aufsicht gehalten werden, dass sie keinen Schaden durch Herumrennen oder –springen anrichten können.

Auch Kinder sind uns willkommen!Es ist wichtig, dass Welpen positive Erfahrungen mit Kindern machen


- Die Welpenschule findet nicht nur "auf der grünen Wiese statt", sondern bei mir gibt es einen abwechslungsreichen Spielplatz mit verschiedenen Untergründen, Ballpool, Wackelbrücken, Gitterrosten, wehenden Bändern, klappernden Dosen, im Sommer einem Planschbecken und anderen taktilen, optischen und akustischen Reizen, damit der Hund lernt, mit den verschiedensten Situationen gelassen umzugehen. Kein Welpe wird gezwungen, durch oder über Spielgeräte zu laufen. Wir nutzen das natürliche Erkundungsverhalten der Hunde und wenn einer halt etwas länger braucht, bis er sich traut, dann ist das völlig in Ordnung.


Auf unserem Spielplatz gibt es viel zu erkunden


 - Die  ganze Gruppe geht im Lauf der Wochen auch einmal an einen belebten Platz gehen, z.B. den Bahnhof, Marktplatz o.ä., hier natürlich an Brustgeschirr und Leine. Auch ein Waldspaziergang, hier allerdings ohne Leine, steht auf dem Programm.


Bis 16 Wochen sollte ein Welpe alles kennenlernen, mit dem er später auch zu tun haben könnte - der Bahnhof gehört dazuDer Welpe sollte bis 16 Wochen möglichst alles kennenlernen, mit dem er auch später regelmäßig zu tun hat.  


- Für lange Übungssequenzen sind die Welpen noch zu unkonzentriert. Allerdings machen sie bei kurzen Übungen begeistert mit! Diese Erfahrung erleichtert dem Welpen das Üben unter Ablenkung. Das Erlernen von "Sitz!", "Platz", "Hier!" oder Laufen an lockerer Leine geschieht bei mir niemals unter Druck! Wer aber sehr früh anfängt, mit seinem Welpen zu üben, der merkt schnell, dass es für den Hund zur freudigen Gewohnheit wird, mit seinem Menschen etwas zu lernen, auch wenn andere Hunde da sind und die Bindung zu seinen Menschen wird sehr eng. Ich sehe in meinen Kursen den Unterschied sehr deutlich: Die Welpen, mit denen von Anfang an gearbeitet und gelernt wurde, sind deutlich besser als die Hunde, mit denen bis zum Junghundekurs nichts gemacht wurde.

Spielerisch "Platz" lernen - so macht es jedem Hund Spaß!"Platz" kann man auf vielfältige Weise üben, es sollte für den Hund aber immer Spaß machen und keine "Unterordnung" sein. Ein Hund, der "Platz" positiv gelernt hat, legt sich mit einem dicken Grinsen hin!

Wer so aufmerksam ist, der lernt mit Begeisterung!

 

- Ich bin für alle Fragen offen. Ich werde Sie nie mit einem „Das haben wir schon immer so gemacht“ abspeisen! Hinterfragen Sie so lange, bis Sie zufrieden sind! Ich freue sich über Fragen, denn es zeigt, dass Sie, die neuen Hundebesitzer, alles richtig machen möchten.

Auch Theorie gehört zur Welpenspielstunde. Fragen Sie uns Löcher in den Bauch - wir freuen uns über Ihren Wissensdurst!Auch die Theorie darf nicht zu kurz kommen


 - Welpenspielstunden sind keine Massenveranstaltungen, sonst kann ich auf keinen Hund und keinen Menschen individuell eingehen. In zu großen Gruppen können Zwischenfälle passieren, die keiner richtig bemerkt, die beim Hund aber einen ernsten körperlichen und/oder psychischen Schaden anrichten.




 - „Nie einmischen, Welpen regeln alles untereinander“ ist ein gefährlicher Irrtum! Hundebabys müssen spielen erst lernen und wenn es zu heftig wird, dann müssen sie auch mal getrennt werden, bis sich die Hitzköpfe wieder beruhigt haben. Im Kindergarten schauen wir ja auch nicht teilnahmslos zu, wenn sich die Kleinen gegenseitig die Eimerchen auf den Kopf hauen!

 - Zurückhaltende Welpen dürfen auf dem Arm oder Schoß bleiben und das Tempo ihrer Kontaktaufnahme mit den anderen Hunden selber bestimmen, um in Ruhe Vertrauen fassen zu können. Einen schüchternen Welpen mit „da muss er durch“ einfach ins Gewühl zu setzen ist die „beste“ Voraussetzung für eine baldige massive Verhaltensstörung. Ich erkenne, wann es einem Welpen zuviel wird und er Abstand und Ruhe braucht und so lernen auch Sie, den Hund gut einzuschätzen! Deshalb fühlen sich auch die Welpen kleiner Rassen bei uns sehr wohl, weil sie sofort merken, dass sie beschützt werden und vor tolpatschigen großen Hunden Ruhe haben. Damit erziehen Sie Ihren Hund NICHT zur Angst, sondern er merkt, dass Sie auf ihn achten und ihm Sicherheit geben.


Jeder Hund darf sein "Mitspieltempo" selber bestimmen. So lernt er, dass sein Mensch auf ihn achtgibt und er sich nicht vor anderen Hunden zu fürchten braucht. Ein wichtiger Baustein für eine sichere Bindung!

- Erwachsene Hunde haben in meiner Welpenspielstunde nichts verloren, denn die wenigsten erwachsenen Hunde sind wirklich so souverän und nervenstark, dass sie eine echte Erziehungshilfe sind, wenn drei oder mehr Welpen herumwuseln. Ausnahmen können gemacht werden, wenn dieser ältere Hund sehr verträglich ist und gleichzeitig ein extremes Aussehen hat, z.B. eine sehr kurze Nase wie Mops oder Bulldogge (mein Pekinese Winston darf manchmal als "Kurznasenübungshund" dabei sein). Welpen sollten auch Erfahrungen mit völlig anders aussehenden Hunden machen können, denn durch die kurze Nase röcheln diese Hunde oft sehr stark und die Welpen lernen so, dass das kein Knurren mit hochgezogenen Lefzen ist, sondern ein normaler Laut, den der Hund macht.

- Sätze wie „Da haben Sie aber einen dominanten Welpen!“ oder „Das ist ein Alphawelpe“ werden Sie bei mir NIE hören! Es gibt keine „Alphawelpen“ und keine generell „dominanten“ Hunde, auch wenn es immer wieder zu lesen und zu hören ist. Trainer, die solche Sätze sagen, benutzen sie meistens als Rechtfertigung für harte und unfaire Methoden. Ich möchte, dass Ihr Welpe Vertrauen zu Ihnen hat und nicht aus Angst etwas tut oder nicht tut! Ich möchte, dass Sie und Ihr Welpe sich bei mir wohlfühlen und gerne kommen. Ich achte sehr genau auf die Zusammensetzung der Gruppe (Alter, Größe, Temperament), daher ist Anmeldung wichtig, damit ich genau planen kann.


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